Die Kirche „Nuestra Señora de la Encarnación“ wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts erbaut, im Laufe der Zeit jedoch mehrfach umgebaut. Sie ist von geringen Ausmaßen und verfügt über ein einziges Kirchenschiff. Sie hat zwei Eingänge: einen seitlichen und den Haupteingang, der sich an der Hauptfassade befindet und durch einen Rundbogen abgeschlossen ist. Besonders auffällig sind ihr aus Quadersteinen erbautes Portal und ihr Glockenturm, der traditionell mit dem Minarett der ehemaligen Moschee in Verbindung gebracht wird.
In ihrem schlichten Innenraum beherbergt sie unter anderem ein Bildnis ihres Schutzheiligen, des enthaupteten Heiligen Dionysius Areopagita, dessen Festtag jedes Jahr am 9. Oktober mit großer Freude gefeiert wird. Was unseren Blick jedoch wirklich auf sich zieht, ist ihre Decke. Es handelt sich um eine Holzkasettendecke im Mudéjar-Stil aus dem 16. bis 17. Jahrhundert, die aus zwei Feldern mit Kreuzstreben und Sternen besteht und mit lobenförmigen Stützen versehen ist, die von den lobenförmigen Konsolen der Moschee von Córdoba inspiriert sind.
Am Fuße des Turms, an dessen Fassade sich früher das Kreuz der Gefallenen befand, befindet sich eine Gedenktafel mit einer Strophe aus dem Gedicht „España en Paz“ des weltberühmten Dichters Antonio Machado, in der er Kriege verurteilt und sich für den Pazifismus einsetzt.
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