Mapa de municipios de la Sierra de las Nieves Arriate

Entdecken Sie die Ortschaften im Nationalpark und Weltbiosphärenreservat Sierra de las Nieves

Alle Ortschaften der Sierra de las Nieves teilen eine gemeinsame Vergangenheit und eine gemeinsame historische Entwicklung, die bis in die Zeit der Al-Andalus zurückreicht; daher rührt auch die enorme Ähnlichkeit zwischen ihnen, sodass sie eher wie Schwesterorte als wie Nachbarorte wirken. Dabei dürfen wir jedoch nicht vergessen, dass jede von ihnen ihre Besonderheiten und ihren eigenen Charakter hat. Eine Ausnahme bildet Ronda, das eher eine Stadt im Landesinneren als ein Dorf ist und über ein weitaus bedeutenderes architektonisches Erbe verfügt, aber dennoch dieselbe Geschichte und dieselben Traditionen mit den übrigen Gemeinden teilt.

Bei allen lässt sich ein sehr ähnliches Muster beobachten, angefangen bei ihrer Lage in eher rauen Gegenden, in der Nähe einer Verkehrsverbindung und unweit von Flussläufen oder Quellen:
Auf einer erhöhten Anhöhe befindet sich meist eine Festung, ein Turm oder deren Überreste – ein Zeugnis ihrer bewegten Vergangenheit. Besonders hervorzuheben ist die Festung von Ronda, die in der Zeit der Nasriden eine entscheidende Rolle spielte, doch auch die Burg von Miraflores, die Burg von El Burgo oder die Burg von La Villeta in Monda dürfen nicht außer Acht gelassen werden.

Im weiteren Verlauf erstreckt sich der Ortskern entlang der Festung und passt sich dabei einem steilen Gelände an, in dem sich die Straßen und öffentlichen Räume an die schwierige Topografie anpassen müssen. Daher die unterschiedliche Breite der Straßen, die Gassen und Gässchen, die Brüstungen, Nischen und Ecken, die den Besucher dazu verleiten, sich zu verlaufen. Hier finden wir Brunnen, Waschplätze, religiöse Denkmäler, Kirchen, Kapellen … Ein deutliches Beispiel hierfür ist Casarabonela.

Rund um die Dörfer, in den tiefer gelegenen Gebieten, erstrecken sich grüne Bewässerungsflächen und Obst- und Gemüsegärten – Agrarsysteme, die von den Arabern eingeführt wurden und in der Zeit von Al-Andalus ihre Blütezeit erreichten, sich jedoch an die Veränderungen angepasst haben und bis heute fortbestehen. Besonders hervorzuheben sind Yunquera und Tolox. Und nicht zu vergessen sind die Landschaften selbst, in die diese Ortschaften eingebettet sind – Natur- und Kulturlandschaften, die wahre Reservoirs der Artenvielfalt sind und untrennbar mit ihnen verbunden sind.
Schließlich dürfen wir nicht vergessen, dass sich in diesen Dörfern städtische Ökosysteme entwickeln, in denen bestimmte Tier- und Pflanzenarten gedeihen: kleine Reptilien wie Geckos und Eidechsen; Vögel wie Spatzen, Schwalben und Mauersegler, je nach Jahreszeit; Fledermäuse… sowie eine große Vielfalt an Pflanzen, von denen, die auf den Dächern wachsen – unter anderem Hauswurz (Gattung Sedum) –, bis hin zu denen, die Straßen und Gassen schmücken.

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