Im Stadtgebiet von Alozaina, das auf andalusische Traditionen zurückgeht, befinden sich mehrere Brunnen, die bis vor wenigen Jahren die Wasserversorgung des Ortes sicherstellten. Von diesen ist die von Fuente del Albar, da sie zudem einen öffentlichen Waschplatz betrieb.
Das Vorhandensein oder Fehlen von Wasser hat die Entstehung vieler Orte geprägt. Alozaina ist an dieser Ressource nicht arm, was sich in der Stadtgestaltung widerspiegelt und dessen deutlichstes Beispiel die Quelle: El Albar, die über ein Aquädukt aus den Bergen versorgt wurde, das entlang der Straße von Castejón bzw. von Alozaina nach Albar verlief. Im letzten Abschnitt sind noch Überreste des Bauwerks zu sehen, wobei insbesondere ein großer Rundbogen hervorsticht, der den Bach „Pasadilla“ überspannt und sowohl den Brunnen als auch den Waschplatz von Albar mit Wasser versorgt.
Der Brunnen ist klein, hat zwei Wasserausläufe und nur einen Sockel. An seinem Kopfende befindet sich eine Nische mit einem alten Kreuz, das der Tradition folgt, diese Räume zu heiligen und zu schützen. An den Säulenpfeiler des Brunnens schließt sich eine lange Tränke an, vor der sich ein großer gepflasterter Platz erstreckt. Dies verdeutlicht die Bedeutung der Viehzucht in früheren Zeiten in Alozaina.
Neben dem Brunnen ist ein alter Waschplatz das dessen Wasser nutzte. Es befindet sich auf einer etwas tiefer gelegenen Plattform – um die Flüssigkeit durch die Schwerkraft anzusaugen – direkt neben dem Flussbett. In Längsrichtung und auf beiden Seiten waren eine Reihe glasierter Tontöpfe befestigt – runde, tiefe Gefäße –, in denen sich die Frauen mit Hilfe eines geriffelten Bretts und eines Seifenstücks wuschen. Das überschüssige Wasser floss schließlich in den Bach. Dieser Komplex wurde vor kurzem restauriert.
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