Igualeja, die Quelle des Flusses Genal, ist ein Bergdorf, das es verstanden hat, die Ressourcen seiner natürlichen Umgebung zu nutzen – ein Prozess, der zur Entstehung zahlreicher wirtschaftlicher Aktivitäten und Handwerksberufe geführt hat, die vor allem mit der Landwirtschaft und der Viehzucht zusammenhängen.
Das charakteristischste und wirtschaftlich bedeutendste Produkt der Region ist die Kastanie, die seit Hunderten von Jahren in den majestätischen Kastanienwäldern angebaut wird. Im 18. Jahrhundert war die Produktion bereits bedeutend, doch ihren größten Aufschwung erlebte sie im 19. Jahrhundert infolge des Rückgangs der Rebflächen durch die Reblausplage, die ganz Europa heimsuchte. Die Kastanienwälder von Igualeja sind Teil des sogenannten „Bosque de Cobre“, einem bei Wanderern im Herbst sehr beliebten Ausflugsziel, wenn sich die Blätter der Kastanienbäume verfärbt haben.
Die Kastanienernte, die im September/Oktober beginnt, war früher durch einen großen Einsatz von Tagelöhnern und Tagelönerinnen aus dem Dorf geprägt, die täglich zur Ernte gingen. Eine schwere Arbeit, die von Männern, Frauen und Kindern verrichtet wurde, deren Hände dabei stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, da die Kastanie von einer stacheligen Hülle umgeben ist. Die Stadtverwaltung von Igualeja wollte ihre Arbeit würdigen und widmete ihnen das Monumento en Honor a los Castañeros, eine Bronzeskulpturengruppe, auf der ein Mann einer Frau hilft, einen Sack mit Kastanien zu füllen.
Pl. Andalucía n31, Igualeja
Hoch
Anmeldung / Ja (frei)