Der Fluss Jorox entspringt im Gebirgsmassiv der Sierra Prieta – einem Karstgebiet – und bildet ein etwa 2.500 Meter langes, enges Tal, in dem es Hinweise auf menschliche Besiedlung seit prähistorischen Zeiten gibt. Seit der Entstehung des Flusses wurden die notwendigen Arbeiten zur Planung eines Netzes aus Kanälen, Bewässerungsgräben und Nebenarmen in Angriff genommen, das im Laufe der Zeit ebenso erweitert wurde wie die Lebensräume und die für die landwirtschaftliche Produktion genutzte Fläche.
Den Untersuchungen von Antonio Ordóñez Frías zufolge stammen die dort entwickelten Bewässerungssysteme wahrscheinlich aus der Zeit der Al-Andalus, in der eine intensive Bewässerungslandwirtschaft eingeführt wurde, die in späteren Epochen weiter ausgebaut wurde.
Die Quelle verfügt über ein ausgedehntes Oberflächenauffanggebiet, wobei die Niederschlagsmenge im Quellgebiet mit durchschnittlich rund 900 mm/Jahr im mittleren bis hohen Bereich liegt. Diese Eigenschaft sorgt dafür, dass im Sommer ein Mindestabfluss gewährleistet ist, und es gibt keine historischen Belege für eine vollständige Dürre; ein entscheidender Faktor, der den Erhalt der bewässerten Landwirtschaft und der damit verbundenen industriellen Infrastruktur (wasserbetriebene Mühlen) ermöglicht hat.
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