Zu den zahlreichen Berufen und Tätigkeiten rund um das Wasser im Weltbiosphärenreservat Sierra de las Nieves gehörte auch der Beruf der Wäscherinnen. Denn bis zur Einführung von Waschmaschinen in den Haushalten wurde die Wäsche in diesen Dörfern von Hand in öffentlichen Waschplätzen, in Bewässerungsgräben sowie an den Ufern von Bächen und Flüssen gewaschen.
Diese mühsame Arbeit wurde von den Frauen verrichtet, da es sich in einer ländlichen Gesellschaft, in der die Geschlechtertrennung tief verwurzelt war, um eine rein weibliche Tätigkeit handelte. Das Wissen wurde bei der Arbeit von den Müttern an die Töchter weitergegeben. Mit Seife auf Ölbasis, die Knie auf dem Boden, rieben sie die Kleidung, die sie zuvor in Wasser eingeweicht hatten, und wrangen sie aus. Dieser Vorgang wurde mehrmals wiederholt und erforderte erhebliche körperliche Anstrengung.
In El Burgo hat man in einer sinnvollen Initiative beschlossen, den Frauen auf dem Land eine Hommage zu erweisen, indem man den „Paseo de las Lavanderas“ an jenem Ort angelegt hat, an dem über Jahrhunderte hinweg Generationen von Frauen aus El Burgo hart in diesem Beruf gearbeitet haben.
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